Alarmierende Zahlen: Jeder fünfte Dresdner ist armutsgefährdet

Kommunales


Sabine Friedel

Friedel: Schwarz-gelbe Kürzungswut steigert Armutsrisiko
21,5 Prozent aller Dresdnerinnen und Dresdner sind armutsgefährdet. Das teilt das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen mit. Dresden nimmt damit hinter Leipzig, Hannover und Bremen einen traurigen 4. Platz unter den bundesdeutschen Großstädten ein.

„Die Zahlen sind ein Alarmsignal“, so die Dresdner SPD-Vorsitzende Sabine Friedel. „Betroffen sind vor allem Kinder, Alleinerziehende und in immer stärkerem Maße auch Rentner. Aufgabe der Stadt ist es, bestehende Armut zu lindern und neue Armut zu verhindern.“ Dabei sei beispielsweise das vom Stadtrat ab dem 1. Januar 2011 beschlossene Sozialticket ein wichtiger Baustein, dessen Umsetzung zügig vorangehen müsse.

„Vor dem Hintergrund der Armutsentwicklung ist die Kürzungswut des Freistaates erschreckend“, so Friedel weiter. „Eine Volksweisheit sagt: ‚Spare in der Zeit, so hast Du in der Not.’ Schwarz-gelb verkehrt das Ganze ins Gegenteil und ignoriert damit die Not von vielen Menschen. Dieser Kurs ist gefährlich, denn er steigert das Armutsrisiko, statt es zu senken.“

Das bundesweite mittlere Einkommen lag im Jahr 2008 bei rund 1.580 Euro pro Haushalt. Als armutsgefährdet gelten alle Menschen, die mit weniger als 60 Prozent dieses mittleren Einkommens, also mit weniger als 940 Euro pro Monat auskommen müssen.

 
 

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