Dorothée Marth

Dorothée Marth

Der Dresdner Jugendhilfeausschuss hat in seiner Sitzung am Donnerstag, den 09. März 2017, die Förderung der freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe für die Jahre 2017/2018 beschlossen. Die von den Fraktionen von LINKEN, GRÜNEN und SPD im Dresdner Stadtrat im aktuellen Doppelhaushalt zur Verfügung gestellte Summe von 35,8 Mio Euro konnte dafür verwendet werden, die in den letzten beiden Jahren begonnene Stabilisierung der Angebotsstrukturen weiterzuführen. Zudem wurden verschiedene neue Akzente gesetzt.

Dazu erklären Anja Stephan und Tilo Kießling (DIE LINKE), Tina Siebeneicher (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) sowie Dorothée Marth (SPD) übereinstimmend:

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf und dem Ergebnis der Verhandlungen zur Förderung der freien Träger in den nächsten beiden Jahren. Ausdrücklich danken wir der Verwaltung des Jugendamtes für die gute Vorbereitung des Förderverfahrens und die Begleitung des Ausschusses während der Verhandlungen. Es waren intensive, immer konstruktive und an der Sache orientierte Verhandlungen, aus denen die Dresdner Kinder- und Jugendhilfe insgesamt gestärkt hervorgeht. Der Beschluss zeigt: Rot-Grün-Rot wirkt weiter!“

Folgende Schwerpunkte in der Förderung freier Träger wurden beschlossen:

 

  • Einführung eines Präventionsbudgets: Für die nächsten beiden Jahre steht insgesamt eine Summe von 400.000 Euro zur Weiterentwicklung präventiver Angebote in der Landeshauptstadt zur Verfügung. Mit diesem Budget soll auf die stetig steigenden Kosten im Bereich der „Hilfen zur Erziehung“ reagiert werden, indem Angebote geschaffen werden, die Kinder, Jugendliche und deren Familien gezielt unterstützen, bevor das Eingreifen des Jugendamtes notwendig wird.
  • Verlängerung der Angebote für junge Migrantinnen und Migranten und Perspektive: Bis Ende des Jahres wird die Bereitstellung zusätzlicher Gelder für Angebote für junge Geflüchtete in den Jugendhäusern in Prohlis und Gorbitz sowie im Spike garantiert. Zudem wird die Verwaltung aufgefordert, ein Konzept zu erarbeiten, um den geflüchteten jungen Menschen in den Einrichtungen der Dresdner Kinder- und Jugendhilfe nicht mehr nur situativ, sondern mit Perspektive zu begegnen.
  • Bildung eines Fonds für Schulsozialarbeit: Da Schulsozialarbeit an Oberschulen ab Mitte 2018 durch den Freistaat Sachsen finanziert wird und zudem erhebliche Mittel durch ein weiteres Landesprogramm Schulsozialarbeit zur Verfügung stehen, gewinnt diese Angebotsform erheblich an Bedeutung. Die frei werdenden Mittel werden in einen Fonds gebunden und stehen so für andere Schularten und Schulformen in Dresden zur Verfügung. Aktuell arbeitet das Jugendamt zudem an einem Konzept zur Auswahl der Schulen und Träger für künftige Standorte für Schulsozialarbeit.
  • Umbau des Angebots am Waldspielplatz: Ab September 2017 wird das jugendhilfliche Angebot am Waldspielplatz zugunsten eines festen Angebots für Kinder und Jugendliche im Wohngebiet am Jägerpark umgebaut. Träger des Angebots bleibt das Jugendsozialwerk Nordhausen. Der Waldspielplatz als Ort für Kinder wird erhalten. Hierzu werden die Ämter zur Zusammenarbeit aufgefordert und Mittel für die Bewirtschaftung in Höhe von 35.000 Euro bereitgestellt.