Jessika Markert 2In der Nacht zum Dienstag wurden in Dresden, im direkten Vorfeld zum Tag der Deutschen Einheit, zwei Sprengstoffanschläge verübt. Neben dem Congresscenter wurde auch die Moschee auf der Hühndorfer Straße im Stadtteil Löbtau angegriffen in dem der SPD-Ortsverein Dresden-West aktiv ist. Die Polizei geht von einem fremdenfeindlichen Anschlag aus.

Jessika Markert, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Dresden-West, ist schockiert und entschlossen, gemeinsam mit dem SPD-Ortsverein, Position gegen Fremdenhass und jedwede Gewalt zu beziehen:

“Der SPD-Ortsverein Dresden West steht geschlossen für ein friedliches Miteinander aller Menschen in unserem Stadtteil. Der feige Angriff auf eine Religionsgemeinschaft und auf Menschen in unserer Mitte ist immer auch ein Angriff auf unsere freiheitliche Gesellschaft. Wir sind nicht bereit, uns an Gewalt zu gewöhnen oder sie gar zu tolerieren. Wir verurteilen den Anschlag aufs schärfste.”

Richard Kaniewski, Vorsitzender der SPD Dresden, erklärt im Namen der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten der Landeshauptstadt:

“Ich verurteile den Anschlag auf die Moschee sowie auf das Kongresszentrum. Den Tätern kann es nur darum gegangen sein, Angst zu schüren. Die Hintergründe sind noch nicht geklärt. Aber auch ich gehe, da eine Moschee Anschlagsziel war, von einem rassistischen Hintergrund aus. Deswegen mache ich eines ganz klar: Wir lassen uns unsere Demokratie nicht von ihren Feinden zerstören.

Gerade jetzt brauchen wir mehr Miteinander und mehr Verständigung. Wenn wir uns der Angst und dem Hass beugen, werden wir die Errungenschaften unserer freiheitlichen Gesellschaft verlieren.

Deshalb müssen jetzt alle demokratischen Kräfte zusammenstehen und den Tag der Deutschen Einheit friedlich und weltoffen begehen. Von diesem Feiertag muss, auch im Spiegel der heutigen Nacht gesehen, ein positives Signal in die Welt hinausgehen.”

Markert und Kaniewski appellieren gemeinsam: “Wir brauchen Vorsicht, einen wachen Verstand und offene Herzen. Aber keine neuen Mauern in unserer Stadt und unserem Land. Wir dürfen unsere Freiheit nicht opfern.”

Wir laden alle Nachbarinnen und Nachbarn, Dresdnerinnen und Dresdner ein, heute Abend zusammenzustehen. Um 18:00 Uhr wollen wir uns zu einer Mahnwache gegen Fremdenhass und für ein solidarisches Miteinander vor der Fatih-Camii-Moschee auf der Hühndorfer Straße einfinden.