Der Vorstand der SPD Dresden hat am Montagabend einstimmig beschlossen, entsprechend der Vereinbarung von Grüne, Linke und SPD die Kandidatur von Albrecht Pallas zurückzuziehen und damit Eva Jähnigen (Grüne Dresden) zu unterstützen. Dies kommentieren die stellvertretenden Vorsitzenden der SPD Dresden Julia Hartl und Jan-Ulrich Spies:

Jan-Ulrich Spies:

„Die Enttäuschung über den Wahlausgang ist mittlerweile einer großen Freude über das starke Abschneiden von Albrecht Pallas gewichen. Er hat zusammen mit der SPD Dresden Großartiges geleistet und mit 15,2% das höchste Ergebnis eines reinen SPD-Wahlvorschlags bei einer kommunalen Wahl in Dresden seit 1990 eingefahren. Wir stehen in Dresden wegen der notwendigen Anpassungen an den Klimaschutz und die digitale Transformation vor der größten Modernisierungsaufgabe seit 1990. Wir haben daher die richtigen Themen im Wahlkampf gesetzt und hierfür großen Zuspruch aus der Stadtgesellschaft erhalten: Eine moderne Verkehrspolitik, bezahlbarer Wohnraum, eine starke Wirtschaft mit guten Arbeitsplätzen, mehr Tempo bei der Bekämpfung des Klimawandels und eine Stadtpolitik, die die Alltagsprobleme in ALLEN Stadtteilen in den Blick nimmt. Hier hat Dirk Hilbert nicht geliefert und von den Dresdnerinnen und Dresdner einen deutlichen Denkzettel verpasst bekommen. Jetzt gilt es, gemeinsam mit Eva Jähnigen weiter für unsere Themen zu kämpfen. Der Vorstand der SPD Dresden steht daher zu seinem Wort und hat sich gestern einstimmig für die Unterstützung von Eva Jähnigen ausgesprochen.”

Julia Hartl:

“Für uns gilt es jetzt nach vorne zu schauen: Die letzten Tage und Wochen haben deutlich gemacht, dass sich unsere Stadt SIEBEN Jahre “Weiter so” nicht leisten kann. Die Wählerinnen und Wähler haben das ebenfalls erkannt, das schwache Abschneiden von Dirk Hilbert im ersten Wahlgang ist eine Klatsche für die mut- und kraftlose Kampagne auf FPD- und CDU-Ticket. Und es zeigt die schlechte Bilanz nach sieben Jahren OB Hilbert. Die große Mehrheit will einen Wechsel an der Stadtspitze: Wir als SPD Dresden werden zusammen mit Eva Jähnigen dafür kämpfen, Dirk Hilbert im zweiten Wahlgang abzulösen. Es ist sehr wichtig, wer im Dresdner Stadtrat, mit seinen knappen Mehrheitsverhältnissen, die entscheidende Stimme hat. Das war in vielen Fällen Dirk Hilbert, der sich vor Entscheidungen gedrückt und eine zukunftsgewandte Politik verhindert hat. Eva Jähnigen wird hier die entscheidende Stimme sein, um unseren Anspruch auf sozialen Ausgleich in ALLEN Stadtteilen gerecht zu werden.”