Karin Luttmann
Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Dresden hat am Donnerstagabend auf der Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt und die inhaltlichen Schwerpunkte für die nächsten Jahre beschlossen.

Karin Luttmann ist die neue Vorsitzende der Dresdner SPD-Frauen. Die 34-jährige Politikwissenschaftlerin aus Alttrachau übernimmt das Amt von Dorothée Marth, die sich auf ihre neue Funktion als Vertreterin der SPD im Jugendhilfeausschuss der Landeshauptstadt Dresden konzentrieren will und dem Vorstand künftig als Beisitzerin angehört. Neue stellvertretende Vorsitzende ist die Sozialpädagogin Janett Schmiedgen. Den Vorstand als Beisitzerinnen komplettieren Susanne Seifert (Kulturmanagerin) und Dana Frohwieser (wiss. Mitarbeiterin an der TU Dresden).
Die versammelten SPD-Frauen bewegte besonders das Fehlen von Frauen in der Stadtratsfraktion der SPD. „Die ASF hat in den letzten Jahren viele wichtige frauen- und gleichstellungspolitische Themen aufgegriffen, wir haben uns in innerparteiliche Debatten eingemischt und die Partei durch unsere Netzwerke nach außen vertreten. Diese Arbeit hat uns bei der Aufstellung zu den Kommunalwahlen aber zu wenig gebracht“, fasst Karin Luttmann die Situation zusammen und kündigt an: „Frauen für die aktive Kommunalpolitik vorzubereiten und uns in der Partei gegenseitig zu unterstützen, behalten wir nun verstärkt im Blick. Und wir werden uns auch weiterhin gegenüber Partei, Fraktion und durch politische Bündnisse zur Vertretung der frauenspezifischen Interessen in Dresden stark machen.“
Dazu ist es hilfreich, dass die SPD auf dem Parteitag letzten Sonnabend einen Antrag beschlossen hat, der ein geändertes Verfahren für die Erstellung der Kommunalwahllisten zum Ziel hat. „Wir werden uns als SPD-Frauen intensiv an der Debatte um ein neues Aufstellungsverfahren beteiligen. Ziel muss es sein, zur nächsten Kommunalwahl gleich viele geeignete Frauen und Männer aus unserer Partei in den Stadtrat zu bringen“, so Luttmann abschließend.