SPD Dresden spricht sich für Fortführung der Betriebsbeihilfen für Dynamo Dresden aus und knüpft die Zahlung an Bedingungen für verstärkte Präventionsarbeit

Im Vorfeld der anstehenden Stadtratsentscheidung darüber, ob die SG Dynamo Dresden (SGD) weiterhin eine Betriebsbeihilfe erhalten soll, hat sich der Vorstand der SPD Dresden für eine Fortführung ausgesprochen. Ohne Gegenstimme wurde am 14. Januar beschlossen, der SPD-Fraktion im Stadtrat zu empfehlen, für die Fortführung der Beihilfen zu stimmen und gleichzeitig zu forcieren, dies an konkrete Bedingungen zu knüpfen. So brauche es ein stärkeres und nachhaltiges Engagement der SGD in der Gewaltprävention, den Bereichen der Anti-Diskriminierung und Gleichstellung. Die Sozialdemokraten fordern ebenso die Etablierung von aktivem Mädchen- und Frauenfußball im Verein.

Dazu erklärt Albrecht Pallas, Co-Vorsitzender der SPD Dresden:

„In der Stadtgesellschaft wird eine kritische Debatte über eine weitere finanzielle Unterstützung von Dynamo Dresden geführt, die auch die SPD Dresden aufgenommen hat. Leider steht der größte Sportverein der Stadt und zweitgrößte Ostdeutschlands* nicht selten durch Gewaltausbrüche in seinem Umfeld sehr negativ zum Schaden Dresdens in den Schlagzeilen. Auch sexualisierte, rassistische oder anders gelagerte Diskriminierung wird häufig festgestellt. Da ist bei der SGD noch ‚Luft nach oben‘. Wir fordern deshalb, dass die nötige weitere Zahlung der Betriebsbeihilfen an entsprechende, langfristig angelegte Projekte gekoppelt wird, die dem Rechnung tragen und die SGD weiterbringen – zum Beispiel durch den Aufbau eines Frauenfußballteams mit Nachwuchsabteilung im Verein.“

Rasha Nasr, Co-Vorsitzende der SPD, führt weiterhin aus:

„In einem intensiven Austausch mit der SGD konnten wir feststellen, dass eine weitere Unterstützung des Vereins als sportlicher Leuchtturm der Stadt mit Vorbild-Wirkung sehr wichtig ist. Klar benannt werden muss dabei aber auch, dass die SGD ein Gewaltproblem in ihrem Umfeld mit gravierenden Folgen für die ganze Stadtgesellschaft hat. Deshalb sprechen wir uns als SPD Dresden auch dafür aus, dass ganz konkret 10 Prozent der kommunalen Betriebsbeihilfen als zusätzliche Mittel für die Gewaltprävention aufgewendet werden. Zum Beispiel durch eine stärkere finanzielle Ausstattung des Fanprojekts Dresdens.“

Weitere ausführliche Details zum Beschluss des Vorstandes der SPD Dresden sind in dieser PDF-Datei (Beschluss 14. Januar 2023) aufgeführt.

 

* Hinweis: zweitgrößter Sportverein Ostdeutschlands: Zählung inkl. des 1. FC Union Berlin. Ohne Berlin ist die SG Dynamo Dresden der größte Sportverein Ostdeutschlands.