Rasha Nasr: “Noch 10 Tage bis zur Bundestagswahl. Was haben wir in den letzten Monaten und Wochen alles gemeinsam erlebt: Wir haben gebacken, zusammen gelacht, wir haben an unzähligen Infoständen miteinander gesprochen, haben uns auf Podiumsdiskussionen kennengelernt, und hier in den sozialen Medien diskutiert und gemeinsam über den besten Weg gestritten.
Ich kann Euch sagen, es macht mir unheimlich viel Spaß mit euch! Mich begeistern die vielen tolle Menschen im Wahlkreis, mit denen ich erleben darf, was sie in Prohlis, Striesen, der Altstadt, Leuben oder Plauen alles auf die Beine stellen. Es ehrt mich sehr, euch kennenzulernen und zu erfahren, was euch bewegt. Ihr und eure Erfahrungen seid ein wichtiger Grund, weshalb ich mich in Berlin künftig für eure Interessen einsetzen möchte.
Bevor es aber hoffentlich für uns nach Berlin geht, geht es erst einmal zur Wahl. Gerade im Dresdner Süden ist der Wahlausgang nicht in Stein gemeißelt. Viele von Euch haben vielleicht mitbekommen, dass hier im Wahlkreis viel darüber diskutiert wird, wer der oder die direktgewählte Abgeordnete werden soll. Es stehen unterschiedlichste Menschen zur Wahl – auch ein ausgewiesener Rechtsextremist.
Ich will nicht, das Rechtsextremist:innen in den Bundestag einziehen. Es rollt mir die Fußnägel auf bei dem Gedanken. Aber: Wir werden Jens Maier im Bundestag nicht verhindern können. Über die Landesliste hat er einen „sicheren Listenplatz“ und wird nach aktueller Lage sowieso in den Bundestag einziehen.
Das gilt auch für eine prominente Kandidatin der Partei die LINKE im Wahlkreis: Katja Kipping. Auch sie wird wenigstens über die Landesliste in den Bundestag sicher einziehen. Im Ergebnis heißt das: Mit Kipping und Maier ist fest im Bundestag zu rechnen – ob nun direkt gewählt oder nicht. Die Erstimmenkampagne der LINKEN im Dresdner Süden erreicht nur eines: Es schwächt andere progressive Kandidierende und damit die Chancen, im Bundestag ein tatsächliches Gegengewicht zur AfD in unserem Wahlkreis aufzubauen. Und genau deswegen werde ich für unseren Wahlkreis und den Dresdner Süden meinen Gestaltungsanspruch nicht aufgeben.
Aber was machen wir jetzt damit? Ich will um Eure Erststimme werben. Ich will Eure neue Frau für Dresden werden und Eure Interessen in Berlin vertreten: für einen Mindestlohn von mind. 12 Euro, für eine Kindergrundsicherung, für Respekt für Alle, für sichere Renten und eine neue Art Politik zu machen.
Für meinen Weg habe ich in den letzten Wochen sehr viel Zustimmung im Wahlkreis erhalten. Ob das für das Direktmandat reicht? Ich weiß es nicht. Es liegt an Euch und dem Vertrauen, dass ihr mit mitgeben wollt.
Bei dem stilisierten Duell von Katja Kipping vs. Jens Maier geht es kaum um ein Gestaltungsmandat. Wer Dinge verändern will, muss auch bereit sein, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Ich und meine SPD sind dafür bereit. Mit Olaf Scholz als Kanzlerkandidat hat die SPD momentan die besten Chancen, DIE zentrale Gestaltungsposition in unserem Land zu besetzen. Wer also an einem echten Gestaltungswillen interessiert ist, sollte über den Rand des Duells auf der Oppositionsbank hinausschauen. Mit mir als direkt gewählter Abgeordneten bekommt ihr eine echte Gestaltungsstimme. Eine laute Stimme für den Wahlkreis. Für echte Vielfalt im Dresdner Süden mit direktem Anschluss an das Kanzleramt.
Ihr Lieben, ich bin jetzt 29 Jahre alt. Ich bin in Dresden geboren und lebe hier. Ich habe unheimlichen Respekt vor dem, was in den nächsten Wochen passiert. Eines weiß ich mit Sicherheit: Ich will für Euch Politik machen. Mit geradem Rücken und einem Lachen im Gesicht.
Ich will Eure neue Frau für Dresden werden. Und ihr könnt mir dabei helfen.”