Die Dresdner Stadtverwaltung hat heute die Ergebnisse der neusten Verkehrsbefragung aus dem Jahr 2018 vorgestellt. Demnach ist der Anteil des Autoverkehrs am gesamten Dresdner Verkehr von 39 Prozent im Jahr 2013 auf nun 36 Prozent zurückgegangen. Im Jahr 2003 lag der Anteil sogar noch bei 43 Prozent. Von dieser Entwicklung profitierte vor allem der Radverkehr, der mittlerweile 18 Prozent des Verkehrsgeschehens ausmacht. Leichte Einbußen musste der ÖPNV hinnehmen (von 22 auf 20 Prozent), der im Jahr 2013 mutmaßlich aber auch vom schlechten Radfahrwetter profitierte. Insgesamt hat sich der Anteil des Umweltverbundes am Gesamtverkehr von 2003 bis 2018 von 57 auf 64 Prozent gesteigert.

Dazu erklärt Stefan Engel, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion:

„Auch wenn es einige in der Stadtpolitik immer noch nicht wahrhaben wollen: Der Verkehr in Dresden ändert sich. Immer mehr Dresdnerinnen und Dresdner entscheiden sich für ökologische Verkehrsmittel. Die Kilometerleistung des Autoverkehrs innerhalb der Stadt sinkt sogar. Diese Entwicklungen müssen auch politische Konsequenzen haben.  Anstatt über neue Autotunnel am Neustädter Markt zu philosophieren, müssen ÖPNV und Radverkehr konsequent ausgebaut werden. Wir brauchen durchgängige und sichere Radrouten in allen Teilen der Stadt. Unser ÖPNV-Netz muss dem Autoverkehr auch auf längeren Strecken Verkehrsanteile streitig machen. Dazu müssen wir vor allem in die Geschwindigkeit, den Takt und die Zuverlässigkeit investieren. Dazu ist das Stadtbahnprogramm ein wesentlicher Baustein. Das hohe Niveau der DVB kann nur gehalten werden, wenn massiv in die Qualität des Angebots investiert wird. Ich erwarte von allen Stadtratsfraktionen, sich diesen geänderten Realitäten zu stellen.“