PRESSEMITTEILUNG des Vorsitzenden der SPD Dresden, Albrecht Pallas und der stellvertretenden Vorsitzenden Julia Natascha Hartl

Thema: Queerfeindliche Angriffe auf Teilnehmende des CSD in Dresden

Im Zusammenhang mit dem Straßenfest des Christopher Street Day Dresden am vergangenen Samstag kam es zu mindestens zwei queerfeindlichen Angriffen auf Teilnehmende. So wurde ein Teilnehmer, der auch Mitglied der SPD und in der SPD Queer aktiv ist, am Terassenufer von drei maskierten Männern unvermittelt angegriffen und musste im Krankenhaus behandelt werden. Ein weiterer Fall wurde durch die Bundespolizei auf Twitter veröffentlicht. Demnach konnten Beamte einen beleidigenden und gewalttätigen Angriff eines 19-jährigen Deutschen auf einen CSD-Teilnehmer unterbinden und den Täter festnehmen. Die brutalen Angriffe kommentieren Albrecht Pallas, Vorsitzender der SPD Dresden und Julia Natascha Hartl, stellvertretende Vorsitzende:

Pallas: „Die Ereignisse der letzten Tage und Wochen stimmen mich traurig: Stand heute gab es im Umfeld des CSD in Dresden zwei brutale Angriffe auf Teilnehmende. Während die Polizei am Dresdner Hauptbahnhof eingreifen und Schlimmeres verhindern konnte, sahen sich andere Betroffene am späten Samstagabend schutzlos mehreren maskierten Tätern gegenüber. Die Maskierung lässt auf einen geplanten Angriff schließen und zeigt die Abscheulichkeit der Tat. Ich hoffe, dass die Angriffe so weit wie möglich aufgeklärt und die Täter entsprechend bestraft werden. Unsere Aufgabe als Politik und Gesellschaft ist es, die Anerkennung und den Schutz von queeren Menschen zu verbessern.”

Hartl: „In den vergangenen Tagen und Wochen gab es schreckliche und brutale Übergriffe auf queere Menschen in ganz Deutschland – Münster, Bremen und jetzt auch bei uns in Dresden. Die Ereignisse werfen ein Schlaglicht auf eine eigentlich sehr gelungene CSD Woche mit dem Höhepunkt der CSD-Parade am vergangenen Samstag, wo es uns nach einer coronabedingten Durststrecke gelungen ist, mehrere tausend Menschen auf die Straße und mit wichtigen Themen der LGBTQ+-Community in Kontakt zu bringen. In die Trauer um den in Münster verstorbenen trans Mann Malte mischt sich die bittere Erkenntnis, dass eine solche Tat jederzeit und überall passieren kann. Wir müssen daher unsere Anstrengungen für eine Gleichstellung verschiedener Lebens- und Liebeslagen deutlich verstärken und für die Anerkennung und den Schutz von queeren Menschen in unserer Gesellschaft kämpfen.”

Pallas und Hartl erklären abschließend gemeinsam: „Allen Betroffenen gehört unsere vollste Solidarität. Zusammen mit der SPD Dresden wünschen wir ihnen von ganzem Herzen eine gute Besserung und hoffen, dass sie sich von den schrecklichen Ereignissen gut erholen können. Unsere Gedanken sind bei den Freund:innen und der Familie von Malte und den Opfern von queer- und transfeindlicher Gewalt.”