Zum aktuellen Streit um die Bürgermeisterposten in Dresden und das Schreiben der Landesdirektion Sachsen, über dass die Presse heute berichtet, erklärt der Co-Vorsitzende der SPD Dresden, Albrecht Pallas: „Dresden braucht schnellstmöglich eine handlungs- und funktionsfähige Stadtspitze. Dazu gehören ein verantwortungsbewusster OB und von einer demokratischen Mehrheit des Stadtrats getragene Beigeordnete. Dass diese bisher trotz großer Mehrheit nicht gewählt wurden, ist dem Machtpoker und dem Missbrauch der „Einvernehmensregelung“ von Dirk Hilbert geschuldet, der jegliches Verantwortungsbewusstsein für die Stadt vermissen lässt. Die Landeshauptstadt ist schon jetzt in zahlreichen Gremien nicht mehr vertreten, die Verwaltung aufgrund fehlender Führungsexpertise gelähmt. Das kann sich Dresden in Krisenzeiten wie diesen nicht leisten! Deshalb begrüße ich außerordentlich die unmissverständliche Positionierung der Landesdirektion Sachsen und die Forderung nach einer Mediation, wie sie die SPD bereits aufgegriffen hatte. Denn es braucht unbedingt ernsthaft und fair geführte Verhandlungen mit Respekt und Vertrauen und auf Augenhöhe zwischen den demokratischen Fraktionen, um weiteren Schaden von der Landeshauptstadt abzuwenden und verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen.“

Dazu ergänzt die SPD-Co-Vorsitzende Rasha Nasr: „Das verantwortungslose Gebahren Dirk Hilberts um mehr Macht für sich selbst im Rathaus ist seit letzter Woche um ein gefährliches Kapitel reicher. Nicht nur, dass die Aufkündigung der bisherigen Bürgermeister-Kooperation durch die CDU ein Armutszeugnis für die Fraktion ist. Nein, sie zeigt auch einen bedrohlichen und fragwürdigen Zustand auf konservativer Seite. Denn wer wie die CDU von „breiteren Mehrheiten“ spricht, muss sich die Frage stellen lassen, ob die sogenannte Brandmauer nach rechts noch steht. Es darf – gerade in Dresden – nicht passieren, dass die Verwaltungsspitze mit Stimmen von Rechtspopulisten und Rechtsextremen gewählt wird.“