Die Wohnkosten für Studierende, Auszubildende und junge Familien in Dresden steigen weiter. Unter dem Titel „Miete bezahlen – und danach kein Leben?“ diskutieren am 4.3.26 um 18 Uhr im Herbert-Wehner-Haus auf der Devrientstrasse 7 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Studierendenwerk, Wohnungswirtschaft und Handwerk über konkrete Lösungen für einen angespannten Wohnungsmarkt.
Sophie Koch (Mitglied des Sächsischen Landtages, SPD-Fraktion), Sprecherin für Jugend, erklärt:
„Wenn ein WG-Zimmer im Schnitt 380 Euro kostet und die BAföG-Pauschale genau dort endet, bleibt für viele junge Menschen kaum Spielraum. Wohnen darf nicht zur Hürde für Bildung, Ausbildung und gesellschaftliche Teilhabe werden.
Es ist toll, dass im Rahmen des Programms „Junges Wohnen“ neue Projekte, darunter zusätzliche Wohnheimplätze an der Fritz-Löffler-Straße sowie mehrere Azubiwohnheime entstehen. Angesichts des tatsächlichen Bedarfs brauchen wir aber noch mehr Plätze.
Gerade für Studierende und Auszubildende entscheidet sich auch an der Miete, ob ein guter Start nach der Schule in Dresden gelingt. Wir müssen dafür sorgen, dass junge Menschen nicht aus finanziellen Gründen auf Chancen verzichten müssen.”
Albrecht Pallas (Mitglied des Sächsischen Landtages, SPD-Fraktion), Sprecher für Wohnen, betont:
„Dresden braucht weiter aktiven sozialen Wohnungsbau. Bezahlbares Wohnen ist zentrale Standort- und Sozialpolitik. Wir brauchen die Verlängerung von Mietpreisbremse und Kappungsgrenze bis 2029, eine konsequente Zweckentfremdungssatzung und einen Booster für sozialen Wohnungsbau in Dresden.”
Mit den Neuansiedlungen in der Halbleiterindustrie wächst Dresden wirtschaftlich weiter. Schätzungen gehen von einem zusätzlichen Bedarf von mindestens 10.000 Wohnungen in Stadt und Umland aus.
„Dresden wächst – das ist eine große Chance. Aber Wachstum braucht Planung. Wir müssen jetzt ausreichend bezahlbaren Wohnraum schaffen, damit unsere Stadt für junge Menschen, für Studierende, Azubis und Familien lebenswert bleibt. “
Die SPD fordert:
- Verlängerung von Mietpreisbremse und Kappungsgrenze bis 2029
- Sicherung oder Ersatz der auslaufenden Belegungsrechte
- Ausbau des sozialen Wohnungsbaus in Dresden
- Konsequente Umsetzung einer Zweckentfremdungssatzung
- Verstetigung und Ausbau des Programms „Junges Wohnen“
