Matthias Ecke, Sophie Koch, Albrecht Pallas und Rasha Nasr (Foto: Amac Garbe)

Dresden muss als Pharma- und Industriestandort erhalten werden!

Die angekündigte Schließung des Dresdner Werks von GlaxoSmithKline Biologicals (GSK) bis 2028 ist ein schwerer Schlag für die Beschäftigten. Die Dresdner SPD-Abgeordneten Matthias Ecke (MdEP), Rasha Nasr (MdB), Sophie Koch (MdL) und Albrecht Pallas (MdL) fordern Gesprächsbereitschaft und Kooperation auf allen Ebenen zum Erhalt von Arbeitsplätzen und Produktionskapazitäten.

Schockierende Nachricht für Beschäftigte und Familien

Die Nachricht, dass das Dresdner Werk von GlaxoSmithKline Biologicals bis 2028 geschlossen werden soll, hat uns schockiert. Unsere Gedanken sind vor allem bei den rund 650 Beschäftigten und ihren Familien.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in den vergangenen Jahren gemeinsam mit ihrem Betriebsrat unermüdlich für die Zukunft des Standorts gekämpft und dafür selbst erhebliche Einschnitte in Kauf genommen. Um Umsatzrückgänge aufzufangen, wurde mit der lokalen Geschäftsführung sogar eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich vereinbart. Dass dieser vorbildliche Einsatz jetzt offenbar nicht honoriert wird, ist für uns nur schwer nachvollziehbar.

Ein Traditionsstandort für die europäische Gesundheitsversorgung

Das GSK-Werk ist ein Dresdner Traditionsstandort. Seine Geschichte reicht bis zum von Karl August Lingner im Jahr 1911 gegründeten Sächsischen Serumwerk zurück. Bis heute werden hier wichtige Impfstoffe hergestellt, auf die viele Menschen angewiesen sind.

Deshalb geht es bei dieser Entscheidung um weit mehr als die 650 Arbeitsplätze: Eine resiliente Gesundheitsversorgung braucht pharmazeutisches Know-how und eigene Produktionskapazitäten in Deutschland und Europa.

Was jetzt passieren muss: Gemeinsam für den Standort kämpfen

Wir wollen die angekündigte Schließung nicht als unabwendbar hinnehmen und erwarten klare Gesprächsbereitschaft vom Unternehmen sowie entschlossenes Handeln auf allen politischen Ebenen.

Die Dresdner Stadtspitze, die Sächsische Staatsregierung und die Bundesregierung müssen jetzt gemeinsam mit dem Unternehmen, dem Betriebsrat und den Beschäftigten alle Möglichkeiten prüfen, um die Produktion und die Arbeitsplätze in Dresden zu sichern.

„Wir setzen auf die Gesprächsbereitschaft der Geschäftsführung. Gleichzeitig fordern wir den nötigen Einsatz der Dresdner Stadtspitze, der Sächsischen Staatsregierung und auch der Bundesregierung, in Dresden die Produktion und die Arbeitsplätze zu sichern.“

– Matthias Ecke (MdEP), Rasha Nasr (MdB), Sophie Koch (MdL), Albrecht Pallas (MdL)

Wir stehen fest an der Seite der Beschäftigten und ihrer Familien. Auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene werden wir uns gemeinsam mit Nachdruck für den Erhalt des Standorts einsetzen.

Foto: Amac Garbe

Veröffentlicht in Aktuelles, Allgemein.